Donnerstag, 11. April 2013

Entstehen der ICH-Vorstellung (Ego):

Dann kommt die Erziehung - die Beeinflussung vom Umfeld.
Das Kind baut mit Legosteinen ein schönes Haus, und die Mutter sagt: Das hast DU aber schön gemacht. Dadurch entsteht dem Kind zum ersten mal der Gedanke (im Verstand) ICH habe etwas gutes vollbracht. Wenn ICH etwas leiste, bekomme ich eine Anerkennung von meiner Mutter. Das ist der Beginn der ICH-Vorstellung.
Dann wird dem Kind beigebracht: Das ist DEIN und das ist MEIN. Somit entsteht dem Kind der Gedanke (die Vorstellung) von BESITZ und Eigentum. Auch wieder eine ICH-Vorstellung.
Jetzt geht dem Kind das erste Mal ein Legostein verloren - und schon glaubt das Kind, dass es etwas von sICH verloren hat. Es entsteht ihm Leid und Angst vor Verlust.
Dadurch entsteht der Gedanke: ICH habe etwas verloren, und will es wieder haben. Dadurch entsteht BEGEHREN für sICH.
Gleiches geschieht mit dem "Legohaus", das zunächst von der Mutter so bewundert wurde. Plötzlich wird dieses "Legohaus" gar nicht mehr bewundert - es wird zur SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT für die Mutter. Dem Kind entsteht der Gedanke: Mein "Legohaus" ist nicht mehr gut genug. Dadurch geht mir das Lob der Mutter verloren. Somit strengt sich das Kind an, ein schöneres "Legohaus" zu bauen, um wieder von der Mutter gelobt zu werden. So entsteht der Kampf und die Anstrengung.
Das ist das Ergebnis der ICH-Vorstellung (Kampf, Anstrengung, Angst, Leid), die auf Gewinn oder Verlust beruht.
Diese ICH-Vorstellung baut der Mensch im Laufe seines Lebens SELBST auf und wächst bis ins unermessliche.
Der Aufbau des Egos (der ICH-Vorstelung) entsteht erst, wenn das Kind NICHT mehr über das Selbst wahr nimmt, sondern über den VERSTAND. Wenn es geistig aus dem Selbst heraus tritt.
Dadurch entsteht die Vorstellung: ICH nehme wahr - und ICH entscheide. Das Ego wird geboren.
Mehr in meinen Büchern.
Mit freundlichen Grüßen,
Demetrius Degen

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