Donnerstag, 11. April 2013

Freier Wille oder nicht?

Der Mensch erhält von Geburt an, Informationen über die Sinneswahrnehmung.
Entsprechend seiner Zu- oder Abneigung entscheidet er sich für die Sache, der er zugeneigt ist. Denn, was ihm angenehm erscheint, dem ist er zugeneigt, und was ihm unangenehm erscheint, dem ist er abgeneigt. Somit ist der Mensch SKLAVE seiner Sinneswahrnehmung, und wird kontinuierlich beeinflusst durch Äußere Begebenheiten. Das ist der unbewusste Mensch, der in seinen Handlungen seinem EGO (Eigennutz) folgt. Also die Masse.
Doch gibt es eine zweite Instanz im Menschen, welche das Selbst (oder auch Seele) genannt wird, welche nicht die rationale Ebene (Berechnung - Eigennutz - Ego - getrennt) bedient, sondern die moralische Seite (Hilfsbereitschaft - Anstand - Selbstlosigkeit - Einheit) vertritt.
Der Mensch wird also von außen (Sinneswahrnehmung) gesteuert und manipuliert, und aus dem Innersten ermahnt oder gewarnt (Gewissen).
Der freie Wille besteht nun NUR darin, sich zwischen dem Handeln (in Tat, Wort oder Gedanken) entsprechend der Sinneswahrnehmung, oder dem Gewissen zu unterscheiden und zu entscheiden. Wille ist also die Entscheidungsgewalt zwischen der Handlung aus dem EGO oder aus dem SELBST.
Wer aus seinem Ego handelt, dem entsteht bei Verlust (Abneigung zu einer Sache) Wut, Haß, Neid, Eifersucht. Der ist fähig zu schlechten Handlungen, bis hin zu Mord. Dem geht das Vertrauen verloren, und Angst entsteht.
Wer aus seinem Selbst handelt, dem entsteht kein Rachegedanke, dem geht kein Vertrauen verloren, und er bekommt keine Angst.
Demetrius Degen
©Demetrius Degen
07.10.2011

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